Edition Winkler-Hermaden-Die Pyramiden des Weinviertels-00

Die Pyramiden des Weinviertels

€ 21,90

Gräber sprechen, wo die Geschichte schweigt

Die Hügelgräber der Hallstattzeit

Von Ernst Lauermann

Format: 23,5 x 20 cm

Umfang: 120 Seiten mit zahlreichen Abbildungen

Einband: Hardcover

ISBN: 978-3-9519804-2-3. Kategorie: .

Beschreibung

 

Heute noch zeugen mächtige Grabhügel im Weinviertel, die allesamt der Hallstattkultur zugerechnet werden können, von einstiger Macht und Größe. Der höchste Grabhügel im Gesamtbereich der Hallstattkultur steht in Großmugl. Mit seinen 50 Metern im Durchmesser zählt er zu den bedeutendsten noch erhaltenen Bodendenkmälern dieser Zeit.

Ernst Lauermann wirft in diesem Buch zunächst einen Blick in den süddeutschen Raum (Westhallstattkreis), wo der frühkeltische Fürstensitz auf der Heuneburg mit den dazugehörigen Fürstengräbern, der Keltenfürst von Hochdorf oder auch das jüngst entdeckte Fürstinnengrab von Bettelbühl vorgestellt werden. Damit dokumentiert der Autor das Leben und Sterben der damaligen Eliten und bietet einen Einblick in die glanzvolle Welt der frühen Kelten.

Danach wendet sich Ernst Lauermann dem Osthallstattkreis zu und berichtet detailliert über die Fürstengräber der Hallstattkultur im Weinviertel und im Donauraum. Er dokumentiert die hallstattzeitlichen Grabhügel im Bezirk Mistelbach, im Marchfeld, im Raum Hollabrunn und im Schmidatal, die mächtigen Hügelgräber im Bezirk Korneuburg (Großmugl, Niederhollabrunn und Niederfellabrunn) sowie die Grabhügel am Wagram und in der Donauebene (Langenlebarn und Gemeinlebarn). Zum Abschluss widmet er sich noch den Hügelgräbern anderer Zeitepochen im Weinviertel.

 

Aus dem Inhalt:

Zur Hallstattkultur

Der Westhallstattkreis

Der Osthallstattkreis

Gab es hallstattzeitliche „Fürstensitze“ im Weinviertel?

Fürstengräber der Hallstattkultur im Weinviertel und im Donauraum

Hallstattzeitliche Grabhügel im Bezirk Mistelbach

Das Marchfeld und seine Hügelgräber

Die hallstattzeitlichen Hügelgräber im Raum Hollabrunn und im Schmidatal

Mächtige Hügelgräber prägen das Landschaftsbild im Bezirk Korneuburg

Die Hügelgräber am Wagram und seiner Umgebung

Die Hügelgräber in der Donauebene

Hügelgräber anderer Zeitepochen

Hinweise auf mögliche Hügelgräber

Von Grabräubern und Leichenfledderern

 

Weitere Impressionen aus dem Band

 

Der Autor:

Ernst Lauermann, geboren 1952, studierte neben seiner Tätigkeit als Hauptschullehrer Ur- und Frühgeschichte sowie mittelalterliche Geschichte. Bis Ende 2017 war er als Landesarchäologe des Landes Niederösterreich im Urgeschichtemuseum in Asparn/Zaya (MAMUZ) tätig.

In der Edition Winkler-Hermaden sind von ihm bereits erschienen:

Archäologie des Weinviertels – Von den Steinzeitjägern bis zu den Kelten,

Die dunklen Jahrhunderte des Weinviertels. Von Germanen, Hunnen und Awaren bis zu den frühen Babenbergern

Der Michelberg. Ein archäologischer Hotspot im südlichen Weinviertel

 

Andreas Leisser in: Kronen Zeitung

Das Werk „Die Pyramiden des Weinviertels“ widmet sich den mächtigen Grabhügeln der Hallstattkultur im Weinviertel. Für den Inhalt verantwortlich zeichnet ein Altbekannter der Geschichtsforschung, Ernst Lauermann.

Dr. Helga Maria Wolf in: Austria-Forum

Das Buch dokumentiert außer den Tumuli im Bezirk Korneuburg (Großmugl, Niederhollabrunn, Niederfellabrunn) hallstattzeitliche Grabhügel im Bezirk Mistelbach, Marchfeld, Raum Hollabrunn, Schmidatal, in der Donauebene (Langenlebarn, Gemeinlebarn) und am Wagram. An seinem Abbruchrand, oberhalb des Ortes Gaisruck liegt ein weithin sichtbarer Erdkegel. Da er fälschlich als „illyrisch“ galt, bemühte man sich um seine Vermarktung. Man baute eine Aluminumtreppe, einen Steinkreis und eine mächtige Eisenschale für das Sonnwendfeuer. „Kulturhunnen ohne Gespür und Vernunft haben hier diesen Platz der Urgeschichte, wahrscheinlich das Beste wollend, verschandelt“, kritisiert der Autor. Von ihm sind in den letzten Jahren mehrere Bücher erschienen: Archäologie des Weinviertels (2017), Die dunklen Jahrhunderte des Weinviertels (2018), Der Michelberg (2019).
Seit „die Germanen“ nicht mehr populär sind, müssen „die Kelten“ für pseudowissenschaftliche Behauptungen herhalten. Da tut eine fundierte Darstellung wie im Buch von Ernst Lauermann richtig gut. Zu den klaren, verständlichen Texten kommen zahlreiche Fotos und Zeichnungen. So gelingt es dem Autor, einen lebendigen Eindruck von der Welt der Hallstattzeit zu vermitteln.

Helga Dieberger in: Weinviertel-Bücher

Dem Ausflügler, der staunend vor den Lebergen von Großmugel, Niederfellabrunn, Bernhardstal oder einem anderen Weinviertler Ort steht, kann also manche Frage beantwortet werden. Auch wenn vielerorts Schautafeln gute Information vermitteln, ist die Lektüre des vorliegenden Buches, das neben einem guten Überblick viele Fotos und Grafiken bietet, jedenfalls zu empfehlen. Naturgemäß bleibt vieles offen und regt die Fantasie ebenso an wie den Spürsinn der Forscher.

Christian Pfeiffer in: Niederösterreichische Nachrichten

Im Untertitel heißt das Buch „Gräber sprechen, wo die Geschichte schweigt“. Und es gelingt Lauermann in diesem – auch für Laien gut verständlichen – Werk, die Hallstattkultur Mitteleuropas dem Leser in einem unerwartet vielfältigen und faszinierenden Bild der Bronze- und Eisenzeit, das er mittels der Gräberfunde entwirft, näherzubringen. Zum Beispiel anhand des Pankrazberges von Breitenwaida, der im Winter 1875 von Graf Heinrich Wurmbrand durchgraben und untersucht wurde.