Edition-Winkler-Hermaden-kontinentalpendler-Cover

Mein Großvater war ein Kontinentenpendler

€ 14,95

Von Ulrike Winkler-Hermaden

Illustriert von Clasien Penkler

Format: 13,5 x 20,5 cm

Umfang: 96 Seiten mit zahlreichen Illustrationen im Text

Einband: Klappenbroschüre

ISBN: 978-3-9503077-2-6. Kategorie: .

Beschreibung

Ein literarisches Schnellbahn-Tagebuch

„Mein Großvater war ein Kontinentenpendler. Mit siebzehn ist er das erste Mal nach Amerika gefahren. Sein Onkel hat ihn drüben in einer Fleischfabrik untergebracht.“ Nach drei Jahren ist er wieder heimgefahren […] Mein Vater ist ein Wochenpendler geworden. Unter der Woche hat er in der Hauptstadt am Bau gearbeitet, am Wochenende zu Hause in der Landwirtschaft […] Ich pendle vier Mal die Woche in die Stadt. Meine Strecke heißt: Schleinbach – Ulrichskirchen – Wolkersdorf – Obersdorf – Seyring – Kapellerfeld – Gerasdorf – Leopoldau –  Siemensstraße – Floridsdorf – Handelskai – Traisengasse – Wien Praterstern – Wien Landstraße.“

So beginnt das literarische Schnellbahn-Tagebuch von Ulrike Winkler-Hermaden. Sie schildert ihre Beobachtungen und Begebenheiten auf der täglichen Fahrt nach Wien und zurück. Die Erzählerin belauscht Unterhaltungen und Telefonate, denkt sich ihren Teil dazu und spinnt manches zu Geschichten aus. Einige Streckenabschnitte erkundet sie zu Fuß, um Dinge, die ihr im Vorbeifahren auffallen, aus der Nähe zu betrachten. Sie tauscht sich mit anderen Pendlern über die Annehmlichkeiten und Ärgernisse des Bahnfahrens aus, manchmal steigen Bekannte zu, und so wird der Schnellbahnwaggon zu einer Art zweitem Zuhause.

„Die kurzen Episoden bestechen durch Genauigkeit der Beobachtung und die hintergründige Ironie der Kommentare.“Britta Mühlbauer

Die Autorin:

Ulrike Winkler-Hermaden

Ulrike Winkler-Hermaden, Jahrgang 1955, gebürtige Südburgenländerin, lebt seit dem Jahr 1984 im Weinviertel. Es ist dies ihre zweite Veröffentlichung in Buchform. Von ihr ist bereits der Roman „Heimat“ (Eisenstadt 1999) erschienen, für den sie von der „Burgenlandstiftung – Theodor Kery“ ausgezeichnet wurde.

Die Illustratorin:

Clasien Penkler

Clasien Penkler, geboren in Leeuwarden, Friesland, in den Niederlanden. Ausbildung zur Grafikerin auf der Academie Artibus in Utrecht. Lebt und gestaltet im Weinviertel.

Uwe Mauch in: KURIER

„Ulrike Winkler-Hermaden pendelt seit zehn Jahren von Schleinbach im Bezirk Mistelbach zu ihrer Arbeit in der Wiener Innenstadt. Vier Mal pro Woche, auch am Wochenende. Ihre Erfahrungen im Zug hält sie in Tagebüchern fest, aus denen nun der amüsant zu lesende Band entstanden ist.“

 

KunstSTOFF 11/2011

„Die Autorin beschreibt mit großer Sympathie für die Menschen, denen sie begegnet, eine tägliche Routine, die doch jeden Tag andere Abenteuer und neue Erfahrungen bereit hält. Man muss nur ein offenes Auge für Details haben.“

 

Reinhold Reiterer in: Kleine Zeitung

„Sie erzählt vom Leberkäsesemmelesser, belauscht unfreiwillig Telefonate, kommt des öfteren ins Grübeln und Staunen. Und baut rund um stumme Beobachtungen von Personen und Dingen eigene Geschichten aus. Gelegentlich fällt ihr Blick auf die Uhr. Die angeblich pünktliche ÖBB – ein (zu oft) belegbarer Irrtum.“