Die dunklen Jahrhunderte des Weinviertels

Von Germanen, Hunnen und Awaren bis zu den frühen Babenbergern

Von Ernst Lauermann

Format: 23,5 x 20 cm

Umfang: 132 Seiten mit zahlreichen Abbildungen

Einband: Hardcover

ISBN 978-3-9504475-4-5 Kategorie

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Beschreibung

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Die ersten rund 1000 Jahre nach Christus bis zu den frühen Babenbergern, als Germanen, Hunnen und Awaren das Weinviertel bevölkerten, werden von der Wissenschaft auch gerne als dunkle Jahrhunderte bezeichnet, weil die archäologischen Hinterlassenschaften aus diesen Zeiten wesentlich geringer sind als in den Jahrtausenden der Urgeschichte.

Auf die Perioden der Urgeschichte folgten Epochen der „Schriftzeiten“, jene Perioden unserer Geschichte, wo neben den archäologischen Quellen auch schriftliche Denkmäler (z. B. Grabsteine) überliefert sind. Von den Römern sind Schriftquellen über benachbarte Stämme überliefert. Diese berichten von Völkern, die keine eigenen Nachrichten hinterließen. Oftmals wurde die schriftliche Nachricht über die Lebensweise von germanischen Stämmen für Propagandazwecke verwendet, um die eigene Politik ins rechte Licht zu rücken. Im Frühmittelalter lebt das Schriftwesen unter den Karolingern abermals auf und ist einmal mehr ein wichtiges Instrument, das für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt wird.

Die dunklen Jahrhunderte hinterließen goldene Spuren, die auch im Weinviertel zu finden sind. Funde wie die Schmuckstücke aus den Gräbern von Untersiebenbrunn, der archäologische Nachweis eines Königssitzes am Oberleiserberg oder die Bestattung eines ungarischen Reiterkriegers aus Gnadendorf lassen uns diese dunklen Jahrhunderte in neuem Licht erscheinen. Der Boden unter unseren Füßen gibt langsam auch von diesen geschichtlichen Perioden immer mehr – goldene – Spuren frei.

 

Aus dem Inhalt:

Römische Kaiserzeit (1. bis 4. Jahrhundert nach Christus): Germanen in Niederösterreich; Die Archäologie der Germanen im nördlichen Niederösterreich; Das norddaubische Niederösterreich bis zu den Markomannenkriegen; Germanen im Weinviertel

Spätantike und Völkerwanderungszeit (5. Jahrhundert nach Christus): Der Oberleiserberg; Die Gräben von Untersiebenbrunn

Langobarden (489 bis 568): Aspersdorf; Poysdorf; Hauskirchen; Der Holzeimer aus Ebendorf

Awaren (568 bis 830): Awaren im Weinviertel; Drasenhofen

Slawen (7. bis 9. Jahrhundert): Zentralsiedlungen; Freilandsiedlungen; Das Gräberfeld von Mistelbach

Von den Magyaren bis zu den frühen Babenbergern (9. bis 11. Jahrhundert): Das frühungarische Reitergrab aus Gnadendorf; Der Michelberg im frühen Hochmittelalter; Der Oberleiserberg im frühen Hochmittelalter

Der Autor

Dr. Ernst Lauermann, geboren 1952, studierte neben seiner Tätigkeit als Hauptschullehrer Ur- und Frühgeschichte sowie mittelalterliche Geschichte. 1992 konnte er sein Hobby zum Beruf machen, er wurde in den niederösterreichischen Landesdienst als Archäologe aufgenommen. Das Urgeschichtemuseum in Asparn/Zaya (MAMUZ) wurde seine Dienststelle.

Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen in Form von Monografien und Artikeln in wissenschaftlichen Fachzeitschriften geben Einblick in die wissenschaftliche Arbeit des langjährigen Landesarchäologen des Landes Niederösterreich.

In der Edition Winkler-Hermaden sind von ihm ebenfalls erschienen: Archäologie des Weinviertels, Der Michelberg, Die Pyramiden des Weinviertels.

 

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